Teesorten und ihre Eigenschaften

Schwarzer Tee

Eigenschaften - Schwarzer Tee

Schwarzer Tee besteht aus den getrockneten Blättern der Teepflanze - dem Teestrauch Camellia sinensis. Sie wuchsen ursprünglich ausschließlich in China, aber mittlerweile werden sie auch in Indien und Sri Lanka angebaut.

Die bekanntesten Schwarzteesorten sind der würzige Assam, der liebliche Darjeeling und der fruchtig-herbe Ceylon. Die bekanntesten Mischungen sind unter Anderem der Earl Grey und der Ostfriesentee.

Als Alternative zum Kaffee ist der schwarze Tee aufgrund seiner Wirkung weltweit die beliebteste Teesorte. Die wesentlichen Herstellungsschritte bei der Produktion von schwarzem Tee sind das Welken der Teeblätter, das Rollen, das Fermentieren, das Trocknen und das Sortieren. Der schwarze Tee kann aber noch viel mehr! Er kann in unzähligen, köstlichen, aromatisierten Varianten genossen werden.

Bei entsprechender Zubereitung wirkt der schwarze Tee anregend und konzentrationsfördernd, da er, genau wie Kaffee, Koffein enthält. Das Koffein wird jedoch langanhatender und langsamer als beim Kaffee vom Körper aufgenommen, da die Gerbstoffe, an die das Koffein gebunden ist, sich erst im Darm lösen. Damit Schwarztee nicht bitter schmeckt, verlangt auch dieser bei der Zubereitung eine bestimmte Ziehzeit. Möchte man eine anregende Wirung erzielen, sollten man den schwarzen nicht länger als zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Ist jedoch eine beruhigende Wirkung gewünscht, sind fünf Minuten Ziehzeit angebracht.

Grüner Tee

Eigenschaften - Grüner Tee

Der Grüne Tee stammt wie der Schwarze Tee von der gleichen Pflanzenart, dem Teestrauch Cemellia sinensis ab. Der Grüne Tee unterscheidet sich vom schwarzen Tee durch die Art und Weise der Herstellung. Grüner Tee wird, im Gegensatz zum schwarzen Tee, nicht fermentiert. Es gibt zwei länderspezifische Herstellungsmethoden, wie grüner Tee „produziert“ wird. Zum einen die japanische Methode, das Dämpfen, und zum Anderen die chinesische Methode, das Rösten des Blattguts. Durch jeweils beide Methodenbleibt die grüne Farbe der Blätter erhalten! Es sind neben dem Rollen, Trocknen und Sortieren die wesentlichen Herstellungsschritte bei der Produktion des grünen Tees.

Durch seine wohltuende und bekömmliche Eigenschaft wird Grüner Tee immer beliebter. In China und Japan schätzt man die Teepflanze aufgrund ihrer besonderen, der Gesundheit zuträglichen Vorzüge schon seit ca. 5.000 Jahren. Nicht nur zur Steigerung des gesundheitlichen Befindens wird Grüner Tee eingesetzt, sondern die Auswirkung des Tees auf den Körper werden als ausgleichend und belebend beschrieben.

Aus der Art der Verarbeitung, des Anbaus sowie der verschiedenen Herstellungsverfahren ergeben sich die besonderen Charaktere der verschiedenen Sorten. Bedeutende Grünteesorten sind unter anderem Bancha, Sencha, Gunpowder, Shincha, Matcha, Gyokuro, Karigane, Darjeeling und Assam.

Die Sorten Gyokuro und Sencha gelten als gute Tees für die tägliche Basisversorgung. Für eine beruhigend wirkende, weniger koffeinhaltige Sorte ist der Genmaicha gut geeignet. Diesen kann man sehr gut am späten Nachmittag sowie in den Abendstunden trinken. Für Menschen, die gegenüber Koffein empfindlich reagieren, ist diese Sorte gut geeignet.

Grüner Tee hat nicht nur einen aromatischen Geschmack und kommt der Gesundheit zugute, er kann auch unterstützend bei der Gewichtsreduktion helfen.

Zur Anregung des Stoffwechsels tragen die Wirkstoffe im Tee bei, die den Prozess der Nahrungsverarbeitung und die Entschlackung des Körpers begünstigen. Es werden gleichzeitig wertvolle Spurenelemente und Vitame zugeführt und so die innere Balance von Körper und Seele auf harmonische Weise unterstützt. Es ist garnicht so schwierig etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu tun, einfach mal eine Tasse Grünen Tee trinken.

Weißer Tee

Eigenschaften - Weißer Tee

Der Weiße Tee wird ausschließlich in China angebaut und hat weiß-silbrige, weiche, flaumige Knospen und zählt zu den ganz besonderen Teesorten. Mittels eines eigenen, naturbelassenen Herstellungsverfahrens wird der Weiße Tee produziert. Auf kleinen Plantagen in den Bergen der südchinesischen Provinz Fujian wachsen die besonderen Teesträucher. Auf zwei Tagen im März ist die Erntezeit begrenzt. Nach der Ernte werden die Blattknospen in der Morgensonne ausgebreitet, so dass der Tee einige Stunden in der Sonne trocknen kann, ohne irgendeinen technischen Einfluss.

Weißer Tee enthält, wie auch Grüner und Schwarzer Tee, Koffein. Die Konzentration ist allerdings geringer, weshalb Weißer Tee auf eine sehr angenehme, sanfte Art und Weise anregend wirkt. Durch den Verzehr von weißem Tee wird man weder nervös oder aufgeregt, noch gibt es Probleme bei einem empfindlichen Magen.

Kräutertee

Eigenschaften - Kräutertee

Der Kräutertee ist im Grunde kein richtiger Tee, da er nicht aus dem Teestrauch Camellia sinensis gewonnen wird, sondern, wie der Name schon zeigt, aus Kräutern. Allerdings wurden im Laufe der Zeit die Kräutermischungen wegen der Zubereitungsart ebenfalls Tee genannt. Kräutertees bestehen entweder aus einem einzigen Kraut, wie z.B. Brennessel, Nana-Minze, Ingwer, Hibiskus, Verbene oder vielen Anderen, oder aus verschiedenen Kräuterkombinationen. Die Klassiker unter den puren Kräutertees sind Kamille, Fenchel, Pfefferminze und Salbei. Tolle Geschmackskompositionen sind aber auch in verschiedenen Mischungen erhältlich. Kräuterteemischungen können erfrischend aber auch sehr beruhigend wirken.

Kräutertees können auch gesundheitlich heilende Wirkungen haben. Man sollte jedoch auch auf deren Zusammensetzung achten, da es vorkommen kann, dass man ein bestimmtes Kraut nicht verträgt. Kräutertees werden ganz gerne im Sommer gekühlt als Eistee getrunken, sie schmecken erfrischend und durstlöschend.

Rooibusch Tee

Eigenschaften - Rooibusch Tee

Der Rooibusch-Tee ist ein Tee, der immer mehr in Mode kommt. Der Rooibusch ist ein afrikanischer Strauch, der eine Wuchshöhe von ein bis zu zwei Meter erreicht. Er stammt aus der Asphalatus Linearis. Die weichen, nadelähnlichen Blätter, die an den Zweigen des Rooibusch-Strauches wachsen, trocknen und färben sich an der Sonne von Grün zu Rot.

Der Rooibusch-Tee enthält kein Koffein und wird daher sehr gerne von Kindern und älteren Meschen getrunken. Viele Teetrinker trinken ihn vor dem schlafen gehen, da er sehr beruhigend wirkt. Sogar Menschen mit Bluthochdruck trinken Rooibusch-Tee sehr gerne. Rooibusch-Tee soll auch eine heilende Wirkung haben, wie z.B. bei Verdauungsproblemen, Heuschnupfen, Allergien oder auch Neurodermitis.

Der Rooibusch-Tee enhtält viele Mineralien und Vitamine und wird sehr gerne auch von schwangeren Frauen getrunken. Er enthält sehr viel Eisen, Magnesium, Fluor, Kalium, Kalzium, Natrium und Zink und wird daher gerne als Nahrungsergänzungsmittel genutzt.

Der Rooibusch-Tee schmeckt leicht süßlich, wohltuend, mild-exotisch mit einem leicht erdigen Geschmack.

Grüner Rooibusch

Eigenschaften - Grüner Rooibusch

Der grüne Rooibusch-Tee stammt aus der gleichen Pflanze, wie der „normale“ Rooibusch-Tee. Der grüne Rooibusch-Tee wird direkt nach der Ernte in kleine Stücke gebrochen und gewelkt. Die Fermentation wird sodann unterbrochen und der Tee wird gerollt und getrocknet.

Grüner Rooibusch-Tee ist im Geschmack leicht malzig, der „normale“ traditionelle Rooibusch-Tee hingegen schmeckt leicht süßlich.

Früchtetee

Eigenschaften - Früchtetee

Der Früchtetee wird als Tee bezeichnet, besteht aber, wenn man es genau betrachtet, nicht aus Tee, sondern aus getrockneten Pflanzenteilen, wie z.B. Früchten, Fruchtteilen von Äpfeln, Hagebutten, Blättern und Blüten.

Es gibt klassische Früchtetees, die nur aus einer einzigen Frucht bestehen, wie z.B. Apfeltee, aber auch sehr leckere Mischungen aus verschiedenen Früchten. Der Geschmack richtet sich nach der eingesetzten Fruchtpalette. Sie reicht von furchtig bis blumig, lieblich, würzig oder fein-herb. Herkömmliche Mischungen sind oft mit Aromen oder Vitaminen angereichert. Früchtetees sind koffein- und nahezu kalorienfrei!

Die verwendeten Früchte werden größtenteils angebaut. Früchtetees sind reine Naturprodukte.

Oolong

Eigenschaften - Oolong

Oolong-Tee ist ein traditioneller chinesischer halbfermentierter Tee. Er ist weder ein grüner noch ein schwarzer Tee. Die Oxidationszeit liegt zwischen der des Grünen Tees und der des Schwarztees. Für diesen Tee werden etwas ältere Blätter des Teestrauchs genommen. Die Blätter sind nicht nur dunkel in der Farbe, sondern besitzen auch eine lange schmale Form. Im Laufe der Herstellung wirkt der Tee in der Färbung nicht nur relativ dunkelgrün, sondern richtig schwarz. Die Blätter bleiben am Stück und werden gerollt und erinnern an eine schwarze Schlange, was zur Übersetzung des Oolong „schwarze Schlange“ oder „schwarzer Drache“ passt.

Das besondere an dem Oolong-Tee ist, dass dieser mehrfach aufgegossen werden kann, ohne dass er an Aroma oder Bekömmlichkeit verliert. Der erste Aufguss kann ca. ein bis vier Minuten ziehen, der zweite dann etwas länger und der dritte Aufguss ca. sieben Minuten, so verliert der Oolong nach mehreren Aufgüssen den Koffeingehalt und kann somit auch in den Nachmittagstunden gut getrunken werden. Der Oolong-Tee ist würzig-brotig im Geschmack.

Lapacho

Eigenschaften - Lapacho

Aus der Rinde des Lapachobaumes, dem sogenannten Tabebuia avellanedae, wird der Lapachotee hergestellt. Dieser Baum wächst in den tropischen Regenwäldern zwischen Mexiko und Argentinien, er kann über 20 Meter hoch werden. Die Rinde, die für den Tee verwendet wird, ist rotbaun. Das Holz des Lapachobaumes ist hart. Der Wirkstoff Lapachol ist in Form gelblicher Kristalle in den Fasern enthalten. In Brasilien wird der Lapachotee als Heilmittel genutzt, hier zu Lande ist er noch nicht so bekannt.

Der Lapacho-Tee soll ein Allround-Talent unter den natürlichen Heilmitteln sein, soll deshalb gegen unvorstellbar viele Beschwerden und Krankheiten eingesetzt werden.

Die Zubereitung des Lapachotees bedarf seine Zeit. Das Wasser sollte vor dem Aufgissen mindestens fünf Minuten kochen. Damit sich der Wirkstoff der Rinde lösen kann, muss der Tee 30 Minuten ziehen. Da die Zubereitung sehr langwierig ist, wird der Lapacho-Tee meistens in größeren Mengen gekocht.

Aufgrund seiner leichten Vanillenote kann der Lapacho-Tee mit anderen Teesorten gut mithalten. Er ist also ein ebenso gutes Genuss- wie auch Heilmittel. Der Tee hat eine holzige Note mit einem kräftig herben Geschmack.

Mate-Tee

Eigenschaften - Mate Tee

Mate Tee entsteht aus dem Mate-Strauch mit dem botanischen Namen „Ilex Parahuariensis. Dieser Strauch gehört zu der Gattung der Stechpalmen. Aus den getrockneten Blätter des Strauches wird der Tee gewonnen und durchläuft die Fermentation.

Es gibt den grünen oder den gerösteten Mate-Tee. Beim grünen Mate-Tee werden die Blätter zerkleinert und bei hoher Temperatur etwa einen Monat lang fermentiert, danach werden sie getrocknet. Beim gerösteten Mate-Tee werden die Stiele, Stängel und Triebe im Ganzen geröstet. Durch die Hitze wird die Fermentation unterbunden. Beim grünen sowie gerösteten Mate-Tee bilden sich sodann die typischen Aromastoffe.

Der Mate-Tee wirkt stimulierend, wie beim Kaffee, nur langanhaltender, soll leistungsfördernd sein sowie den Hunger stillen und sei deshalb gut bei Diäten geeignet.

Traditionell wird der Mate-Tee als Pulver oder grob gemahlen mit einer Kalebasse und einer Bombilla, einem Trinkröhrchen verzehrt. Hierbei wird das Pulver in die Kalebasse gefüllt und mit lauwarmen Wasser, keinesfalls kochendem Wasser, höchstens 80 Grad aufgegossen. Die Kalebasse wird sodann mit der Hand zugehalten und geschüttelt, so dass in der Mitte das Mate-Pulver einen Hügel bildet. Die Ziehzeit beansprucht jetzt etwa fünf Minuten. Nach der Ziehzeit sticht man die Bombilla in den Hügel und gießt heißes Wasser nach. Anfangs wird nicht der ganze Mate-Tee befeuchtet, sodern mit jeder Teerunde wird mehr davon verwendet. Traditionell trinkt der Gastgeber die ersten ein, zwei sehr bitteren Aufgüsse und sodann wird die Kalebasse reihum an seine Gäste weitergereicht, die dann milder ist.

In den modernen Haushalten wird der Mate-Tee mit einem Teefilter aus Baumwolle zubereitet und mit einem normalen Becher getrunken. Diese Zeromonie hat dann allerdings nichts mehr mit der Tradition zu tun.

Der Mate-Tee ist geschmacklich unterschiedlich. Einige finden ihn süß und bitter sowie erdig oder erfrischend. Hier kommt es auf die Auf- oder Zubereitsungsmethode an. Eine richtige Zubereitung gibt es beim Mate-Tee nicht, dazu ist er einfach zu vielfältig.

Matcha Tee

Eigenschaften - Matcha Tee

Der Matcha-Tee stammt auch von der Teepflanze Camellia sinensis ab. Aus den Blättern des Teestrauches wird der Tee gewonnen. Die Blattspitzen werden abgebrochen oder die ganzen Blätter geerntet. Für die Gewinnung des Matcha-Tees werden die Sträucher für einige Zeit mit Netzen oder Bambusmatten überspannt, das sogenannte beschatten. Diese Vorgehensweise fördert die Anreichung bestimmter Inhaltsstoffe, wie Teein, Chlorophyll oder Aminosäure Theanin. Dadurch wird der Geschmack und die hellgrüne Farbe beeinflusst. Mit Wasserdampf werden die geernteten Teeblätter schonend behandelt, getrocknet und die zarten Teile der Blätter werden in Granitsteinmühlen zu feinstem Pulver verarbeitet. Je leuchtender die grüne Farbe, destro frischer ist der Tee.

Für die Zubereitung des Matcha-Tees wird eine Keramikschale, ein Bambuslöffel sowie ein Bambus-Besen benötigt.

Zu erst wird in die Keramikschüssel etwa zwei Bambuslöffel des Teepulvers gegeben und mit etwas kalten Wasser und mit Hilfe des Bambus-Besens zu einer cremigen oder dünnflüssigen Paste gerührt, so dass sich keine Klümpchen bilden. Sodann wird ca. 70 ml heißes Wasser, dass aber nicht mehr wie 80 Grad heiß ist, ca. eine Minute schnell gerüht oder cremig geschlagen. Diese Zubereitung ist die traditionelle, wie man es in Japan zelebriert. Statt des Bambuslöffels reicht auch eine Spitze eines gewöhnlichen Kaffeelöffels und zum Rühren, bzw. aufschäumen kann man einen Milchaufschäumer verwenden.

Matcha-Tee enthält Koffein. Er schmeckt herb aber nicht wirklich bitter. Er ist cremig, intensiv, zuweilen sogar fruchtig oder nussig, in jedem Falle aber sehr aromatisch.

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