Tee Geschichte

Die chinesische Legende besagt, dass alles an einem Frühlingsabend 3000 Jahre vor Christus anfing, als der chinesische Kaiser Shen Nung, auch genannt als „der Sohn des Himmels“ nach einer langen Reise unter einem Baum Wasser abkochte, um seinen Durst zu stillen. Hierbei fielen Blätter des Baumes in sein Wasser und verfärbten sich sogleich und es stieg ein angenehm dampfender Duft in die Nase.

Der Kaiser kostete das zufällig entstandene Getränk und war von dem herben Geschmack sehr angetan. Er fand das Getränk köstlich und fühlte sich erfrischt und belebt.

Hinter der damals noch unbekannten Pflanze verbag sich der Teestrauch und so wurde der Tee entdeckt.

Die Chinesen waren schon damals von der Eigenschaft des Tees überzeugt. Noch heute gilt die Teewurzel als Gücksbringer. Der Tee wird selbst heute noch akribisch von Hand gepflückt und verarbeitet. Man sagt, der erste chinesische Tee wurde in Szechuan angebaut.In Indien erzählt man sich eine andere Lengende bezüglich der Herkunft des Tees.

Der Fakir Dharma, dritter Sohn des Königs Kosjuwo, wollte seinerzeit nach China reisen und die Lehren des Buddhismus verkünden. Er legte das Gelübt ab, neun Jahre lang nicht zu schlafen. Nach Ablauf der ersten drei Jahre überkam dem Fakir Dharma Müdigkeit und er wäre fast vom Schlaf überwältigt worden, wenn er nicht an einem wilden Teestrauch ein paar Blätter gepflückt hätte und diese in den Mund steckte, mit der Hoffnung, dass er von dem Kauen wach bleibt und nicht einschläft. Tatsächlich verflog die Müdigkeit, die Teeblätter zeigten sofort ihre belebende Wirkung. Aus ihnen schöpfte der Fakir die Kraft, auch die verbleibenden sechs Jahre wach zu bleiben.


Hier ein paar Fakten aus der Tee-Welt:

350 nach Christus:
Der Tee wurde als „Ein Getränk aus gekochten Blättern“ erstmals im Wörterbuch von Kuo Pa als „Tu“ erfasst.


475 nach Christus:
Entlang der großen Mauer trieben die Nomaden aus Zentralasien den ersten Tauschhandel mit Tee.


780 nach Christus:
LuYu schrieb eine fachliche Studie mit dem Namen „Das klassische Buch vom Tee“. Das Buch beinhaltet Themen wie Herkunft und Kultivierung der Teepflanze, Anbaugebiete, Teeherstellung, Methoden und Utensilien der Teezubereitung.


620 – 907 nach Christus:
Der Tee erlebte seine goldene Zeit, die Teezubereitung und -produktion wurde verfeinert und perfektioniert.


960 – 1279 nach Christus:
In dieser Zeit entstand in neuen Provinzen die Tradition des blumigen Tees.


1279 – 1368:
Während der Mogul-Herrschaft verlor Tee seine Popularität. Als während der Ming Dynastie die Fermentation entdeckt wurde, blühte der Tee jedoch wieder auf. Hierdurch wurde die Produktion der Teesorten Oolong und Schwarzter Tee ermöglicht.


1492:
Es entstand die erste Teekanne in Yi-Xing


1610:
Der erste Grüntee aus Japan und der erste Schwarztee aus China wurden von der gegründeten Holländischen Ostindischen Kompanie über dem Seeweg nach Holland importiert. Durch die lange Reise von sechs Monaten bis zu einem Jahr sowie durch die Seeluft und die Schiffslagerung litt die Qualität des Tees erheblich.


1618:
Zu dieser Zeit wurden 200 Kisten Tee über einen Karawanen-Handelsweg erstmals als Geschenk der Zaren nach Russland verfrachtet.


1644:

Die ersten 100 Pfund Tee wurden von Holländern nach England exportiert.


1657:

In einem „Coffee-Shop“ in London begann der Engländer Thomas Garrington seinen ersten Ausschank von Tee, welcher dem Adel vorbehalten war. Nachdem dieser von den Schöngeistern geschätzt wurde, benannte man das „Coffee House“ in „Teehaus“ um.


1658:

Es erschienen in England die ersten Werbe-Flugblätter, in denen geschrieben stand, dass der Tee den Körper und Geist bis ins hohe Alter gesund halten soll.


1717:
Das erste Teegeschäft in London wurde von Thomas Twining eröffnet.


1773:
Die Briten brachten den Tee in die „neue Welt“. Hier stand er bald auf dem dritten Platz der importierten Handelsgüter. Die britische Regierung nutzte diesen Anlass und belegte Tee in den Kolonien mit hohen Steuern und verursachte mit dieser Handlung im ganzen Land große Proteste. Es fand der bekannte Akt „Boston Tea Party“ statt, bei dem sich am 16.12.1773 Mitglieder der Freimaurerloge Saint Andrew in Boston als Mohikaner verkleidet. Sie enterten mehrere Schiffe der „East India Company“ und warfen 342 Kisten voller Tee über Bord! Dies gilt als Auftakt des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.


Mitte 17. Jahrhundert:
Der Tee findet erstmals seinen Weg über Holland nach Ostfriesland.


1778:
In Deutschland versuchte der preußische König Friedrich II erfolglos den Tee zu verbieten.


1810:
Verschiedene Tee-Pflanzen wurden aus der Provinz Fujian nach Taiwan Formosa transportiert.


1810:
Mit dem Ziel, Teepflanzen zu beschaffen und die Monopolstellung der Chinesen zu brechen, wurde Robert Fortun von der Ostindischen Kompanie nach China geschickt. Er verschiffte über 20.000 Stecklinge und Sämlinge von Teepflanen nach Indien. Um beim Aufbau von Teeplantagen und der Teeproduktion zu helfen, überredete er mehrere chinesische Teebauern, mit ihm nach Indien zu gehen. Während seiner Reise entdeckte Robert Fortun als erster Europäer, dass Grüner Tee und Schwarzer Tee aus der selben Pflanze hergestellt werden.


1860:
In den königlichen botanischen Gärten von Peradeniya in Sri Lanka experimentierte James Taylor, ein Schotte, mit Teesamen - es wurde Ceylon Tee angebaut. Diese Teeplantage wurde zum Munster für zukünftige Entwicklung der Teeindustrie in Sri Lanka.


1908:
Thomas Sullivan, ein Teehändler aus New York, hatte Teeproben für den Transport für seine Kunden in kleine Seidenbeudel abgefüllt. Die Kunden gingen aber davon aus, dass der Beutel komplett ins Wasser eingetaucht werden sollte – der Teebeutel war geboren.

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