Die chinesische Tee-Zeremonie

Der Teestrauch ist eine ziemlich anspruchsvolle Pflanze, die ganz bestimmte klimatische Bedingungen und auch Bodenverhältnisse benötigt, so dass qualitativ hochwertiger Tee nur in wenigen Regionen der Welt einwandfrei angebaut werden kann.


Die besten Bedingungen für den Anbau von Tee sind erfüllt, wenn

  • ein durchgehend feuchtes und warmes Klima herrscht (mittlere Jahrestemperatur von 18 Grad),
  • sich über das ganze Jahr die Niederschläger ziemlich gleichmäßig verteilen (Niederschlagsmenge mindestens 1.600 l jährlich),
  • keine Staunässe entsteht und der Regen schnell abfließen kann (hanglage),
  • täglich vier Stunden Sonnenscheindauer gegeben ist,
  • lockerer, humusreicher Boden vorhanden ist

In China, Indien, Indonesien, Japan, auf Sri Lanka sowie den südlichen Staaten der ehemaligen Sowjetunion sind solche Bedingungen noch vornehmlich gegeben. Aber auch in anderen Ländern wird Tee großflächtig angebaut. Ein wichtiges Exportgut in den ostafrikanischen Staaten Kenia, Malawi, Mosambik, Tansania und Uganda sowie in den asiatischen Ländern Bangdladesh, Malaysia, Pakistan, Iran, Taiwan und der Türkei und Vietnam, ist der dort angebaute Tee. Dort existieren einige sehr große Teeplantagen.

Ein Teestrauch, angepflanzt in einer Höhe von etwa 2.500 Meter, erbringt die beste Qualität. Die Blätter wachsen hier langsamer, aber der hohe Ultraviolett-Anteil der sehr starken Sonneneinstrahlung bewirkt ein intensives Aroma.


Im südlichen Kaukasus befindet sich das nördlichste Teeanbaugebiet. Dort werden robustere Sträucher angebaut, als in tropischen oder subtropischen Regionen verwendet werden, da hier Temperaturen von bis zu minus 13 Grad Celsius herrschen können.

Die Wildformen der heutigen Kultur-Teesträucher sind die beiden, mit der Kamelie verwandten Arten, Thea Sinensis (Chinatee) und Thea assamica (Assamtee). Ihre Blätter sind immergün und dunkel, sie glänzen lederartig und sind an den Rändern stark gezahnt. Die Blüten sind weiß, zartgelb oder rosafarben, die braunen, holzigen und dreisamigen Früchte klein und hartschalig. Der Assamtee, kann im Gegensatz zum chinesischen Teestrauch, der nicht höher als 3-4 Meter wird, zu einem Baum heranwachsen, der bis zu 15 Meter hoch wird. Die heute angepflanzten und kultivierten Teesorten sind ausnahmslos Kreuzungen der beiden Arten. Die bekannteste Züchtung ist die sogenannte Assamhybride. Der Tee wird größtenteils nur noch China oder Japan angebaut. Nicht mehr durch Samen, sondern vegetativ erfolgt die Vermehrung der Teepflanze auf der Plantage. Für diese Vorgehensweise werden ertragreiche Mutterpflanzen ausgewählt. Hierfür werden 2-4 cm lange Zweige mit einem Blatt und einem Auge abgeflückt und anschließend als Setzling eingepflanzt. Die Jungpflanzen werden dann langsam an die Sonnenstrahlen in beschatteten Baumschulen gewöhnt.


Die Teesträucher müssen mindestens zwei bis drei Jahre alt sein, damit man von ihnen Teeblätter abflücken darf. Danach sind sie ca. 15 bis 20 Jahre ertragreich. In Sri Lanka und Indien erreichen einge Sträucher sogar ein Ertragsalter von 100 Jahren.

Selten wachsen Teepflanzen über 1,50 Meter hoch, denn um eine reiche Ernte zu erziehlen und den Pflückerinnen die Arbeiten zu erleichtern, werden die Pflanzen regelmäßig zurückgeschnitten. Durch den regelmäßigen Rückschnitt werden die Sträucher in der vegetativen Phase gehalten, denn Blüten und Früchte sind unnütz und demnach unerwünscht.

Zu fast jedem Zeitpunkt im Jahr wird irgendwo auf der Welt Tee geerntet, weil fast jedes Teeanbaugebiet spezielle Erntezeiten hat.

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